Rezension: Jaron Lanier – Who owns the Future?

Rezension: Jaron Lanier – Who owns the Future?

Rezension: Jaron Lanier „Who Owns the Future?“

Die dunkle Seite des Internet

Direkt nach den ersten Seiten könnte bei diesem Buch der Eindruck entstehen, man lese das Werk eines Attac-Aktivisten; doch weit gefehlt. Jaron Lanier gehörte bereits in den Achtzigern zu den Pionieren von Virtual Reality-Anwendungen und lehrte an mehreren Universitäten in den USA Informatik. Er ist also weit entfernt von luddistischem Stürmertum und war bislang eher ein glühender Anhänger digitaler Medien.

Bereits in seinem Vorgängerwerk „You are not a gadget“ (2010) kritisierte Lanier bestimmte Aspekte der Open Source Bewegung, insbesondere die Selbstausbeutung der Intelligenzia und den mit der Open Source Bewegung einhergehenden „digitalen Maoismus“, der jegliche Kritik daran verbietet, weil es ja um ein “höheres Ganzes” geht. Diesen Ansatz schreibt er in seinem Neuling nun ein Stück weit fort.

Mehr

Das erzählerische Element als Bedingung verständlicher Kommunikation

Das erzählerische Element als Bedingung verständlicher Kommunikation

Die Vermittlung von Fakten, Thesen und Technologien ist einfacher und verständlicher, wenn dies in Form von Erzählungen, Geschichten oder „Stories“ passiert. Nicht nur ist der Mensch so gestrickt, dass er sich reine Beobachtungen und nackte Daten schlecht merken kann; er interessiert sich auch mehr für Erzählungen, in denen Fakten interpretiert und bewertet werden.

Mehr

Wissen, was die Leser wollen…

Was dem Fernsehen die Einschaltquote, ist dem Printjournalismus die Lesequote – zumindest fast. ReaderScan heißt das Verfahren, mit dem der Schweizer Medienforscher Dr. Carlo Imboden vor über acht Jahren die Zeitungsbranche aufmischte. Erstmals ließ sich faktisch belegen, was sich bis dato rein auf die professionelle und subjektive Einschätzung der Redakteure stützte: Ob ein Artikel nämlich tatsächlich gelesen wird oder nicht. Und damit hielt die Quote Einzug in das deutsche Zeitungswesen.

Mehr